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5 Jahre nach dem Krankenhausdachmord - Kapitel 4.2

Kapitel 4.2 Als die vier auf dem Industriegelände standen, hielt Peter es doch für eine schlechte Idee, dass Jay die Entführer mit Worten überzeugen sollte. Es war nicht gerade seine große Stärke, frei und fließend zu reden. Aber sie haben sich darauf geeinigt.Man hielt Brammen auf einem stillgelegten Industriegelände in einem verfallenen Büro fest. Die Fenster waren größtenteils entglast, hässliche Graffitis zierten die Außenfassade.„Ich werde mich mal vorsichtshalber gegenüber im Gebäude mit einem Gewehr positionieren“, Peter war überhaupt nicht wohl bei der ganzen Geschichte.„Keine Sarg“, Jay fing an zu stammeln, „Sorge, meinte ich.“Peter stapfte rüber ins Gebäude, Jay betrat den Platz, während Chris und Sep sich versteckt hielten. Ein kurzes Räuspern, dann sprach er mit lauter Stimme: „Entführer, Terro... hier, äh... Terroristen! Ich bin gekommen, um Brammen aus zu...“, Jay kam schon wieder ins Stammeln. Er fluchte leise, man konnte sehen, wie er die richtigen Worte suchte.„... Ich meinte, um Brammen hier rauszuholen.“Am Fenster zeigte sich ein maskierter Typ. Er hielt ein Megafon vor sein Gesicht: „Ist das jetzt ein schlechter Witz? Wir haben das gewissenlose Schwein verlangt, keinen Typ mit Sprachbehinderung.“„Nicht so unnett – ich meinte unfreundlich!“, erwiderte Jay.„Verschwinde, wenn der Snob nicht in zwei Stunden hier...“, plötzlich hallte ein Schuss durch die Luft und der Typ mit dem Megafon kippte nach hinten.Ein paar Sekunden war Ruhe, dann hörte man den Snob jubeln: „ALLE VIER MIT EINEM SCHUSS! Unglaublich!“   Es mag für Sie schwer vorstellbar sein, aber Jays Ablenkung ermöglichte dem gewissenlosen Schwein an diesem Nachmittag freie Sicht auf alle vier Entführer. Und wie der Zufall es so wollte, standen alle vier in einer Reihe, so dass es nur einen Schuss brauchte. Wie hoch die Chancen dafür stehen? Nun, wie hoch stehen die Chancen, dass Sie nichtsahnend auf einem Krankenhausdach erschossen werden? Manchmal ist unser Leben nur eine Aneinanderreihung unglücklicher oder glücklicher Zufälle.   Und so kam es, dass Viggo auch am fünften Jahrestag nicht gerächt wurde. Aber es gibt dort draußen immer noch eine große Mehrheit, die von der Schuld des Snobs überzeugt ist. Und ein neuer Jahrestag wird kommen.  

5 Jahre nach dem Krankenhausdachmord - Kapitel 4.1

Kapitel 4.1. „Ich nenne ihn S.A.M.M.Y.!“„Was zum?“, fragte Jay.„Das steht für Selbsterkennender-Androidischer-Militanten-Mörder-Yolo“, erwiderte Sep.„Okay, der Name ergibt grundsätzlich Sinn, aber Yolo?“, warf Chris ein.„Na ja, sonst hätte die Abkürzung nicht geklappt und finde erstmal ein Wort, welches mit Y anfängt.“ Die vier standen vor dem Selbesterkennenden-Androidischen-Militanten-Mörder-Yolo. Ein Roboter, von Sep gebaut, um terroristische Bedrohungen aus dem Weg zu räumen. Das Stück Technik bewegte sich auf Ketten fort und grillte seine Gegner mit einem eingebauten Flammenwerfer.Kurze Zeit später fanden sie sich auf einem stillgelegten Industriegelände wieder. Die Erpresser gaben ihnen die Adresse eines Bürogebäudes, in dem die ursprünglich geplante Übergabe stattfinden sollte.„Okay Sep, dann zeig uns mal, was der S.A.M.M.Y. kann“, forderte Peter.Sep legte einen Schalter am Kopf des S.A.M.M.Y. um und der kalte Blick des Roboters füllte sich mit Leben.„ERKENNUNGS-SOFTWARE AKTIVIERT. SCANNE UMGEBUNG“, dröhnte die monotone Stimme.„Er wird jetzt die nähere Umgebung nach Gefährder abtasten“, erklärte Sep, während der Rest interessiert dem Spektakel folgte.„GEFAHR ERKANNT. BEGINNE MIT ELEMINIERUNG“, dröhnte es wieder aus dem kleinen Roboter.Sep setzte gerade an, um seine eigene Ingenieursarbeit zu loben, da drehte sich das Vehikel zu Peter Smits.„INDIVIDUM PETER SMITS. GEFAHR FÜR ÖFFENTLICHKEIT. MORD 1.“„Sep, was wird das?“, wollte Peter nun sichtlich nervös wissen.„Ich habe keine Ahnung, er scheint dich fälschlicherweise als Gefahr anzusehen. Ich versuch ihn auszu...“Doch da war es schon zu spät. Der Snob wurde mit einer Stichflamme gegrillt. Von nun an an würde er als das „gewissenlose, aber gegrillte Schwein“ in die Geschichtsbücher eingehen.   Der Snob ist tot. Vielleicht hat ja jemand anderes aus dem Team eine bessere Lösung?

5 Jahre nach dem Krankenhausdachmord - Kapitel 3.2

Kapitel 3.2. Natürlich kam es nicht in Frage für den Snob, das Leben seines besten Freundes aufs Spiel zu setzen. Gemeinsam sind sich durch dick und dicker gegangen und Brammen stand ihm auch nach seiner größten Krise – ein Kaugummi im Haar – zur Seite. Nicht zu vergessen, sein Rat in der Causa Viggo: „Halt einfach deine Fresse und gib nichts zu.“Er würde ihn nicht hängen lassen und griff zum Telefon: „Alfred, lassen sie den Flieger klarmachen.“Kurze Zeit später landete der Privatjet auf der Landebahn des Anwesens auf Mallorca. Auf der Außenseite war das Konterfei des Snobs aufgeklebt, die Stewardess begrüßte ihn mit einem frischgezapften Hellen.Wenige Stunden später war er auf einem stillgelegten Industriegelände irgendwo im Ruhrpott. Eine Zeche rostete ungestört vor sich her. Er kam vor einem großen Bürogebäude zum Stehen. Die meisten der Fenster waren kaputt, die Außenwände zierten Graffitis. Peter fühlte sich unwohl. Eigentlich verkehrte er in anderen Gegenden.Plötzlich ertönte aus einem Megafon eine Männerstimme: „Da ist ja das gewissenlose Schwein!“Peter seufzte. Er war es langsam mehr als satt, immer wieder mit einem Schwein verglichen zu werden.„Ich bin nur etwas übergewichtig, kein Grund gleich ausfallend zu werden!“Endlich konnte er die Person sehen, die da sprach. Auf dem Dach des mehrstöckigen Gebäudes stand ein maskierter Typ mit Megafon. Ein Flecktarnanzug verlieh ihm ein martialisches Aussehen.„Halt die Fresse. Wir, die PeterHeißtMord-Fraktion, sind hier, um Rache für Viggo zu nehmen“, schallte es von oben zurück. „Nun, eigentlich sind wir hier, damit ihr Brammen wieder freilasst“, wandte Peter leicht verdutzt ein.Snobby Piet konnte sehen, wie die Person sich kurz wegdrehte und jemandem zunickte. Keine zwei Sekunden später fiel etwas vom Dach. Noch im Fallen konnte er sehen, dass es sich um Brammen handeln musste. Mit einem großen Klatschen traf er auf dem Boden auf.Peter befand sich noch in einer Schockstarre. Nicht in der Lage, auf das gerade gesehene irgendwie zu reagieren. Keine zwei Sekunden nach der tödlichen Begegnung von Brammen mit dem Betonboden war ein großes Knallen zu hören und an Peters Ohr surrte eine Kugel vorbei.„Der erste war ein Freischuss, der zweite wird ganz bestimmt treffen. Also lauf lieber, Mörder!“Aber der Snob wusste, ohne seinen Rollator war er aufgeschmissen. Seine Beine hatten ihn schon länger nicht mehr schnellen Schrittes getragen. Also würde er nun hier und jetzt sterben, wie einst Viggo vor fünf Jahren auf dem Krankenhausdach.   Die Entscheidung ging wohl gründlich daneben! Versuch es doch mal mit der anderen Option.

5 Jahre nach dem Krankenhausdachmord - Kapitel 3.1

Kapitel 3.1 Der Snob brodelte vor Wut. Er wusste, würde er sich ausliefern, wäre das sein sicheres Ende. Das waren militante Verrückte. Alleine würde er der Situation sicherlich nicht Herr werden. Verbündete mussten her und wer käme da besser in Frage als Jay, Chris und Sep? Sie verband nicht nur grenzenloser YouTube-Reichtum, sondern auch die gemeinsame Freundschaft zu Dennis. Sie sollten also ein gewisses Interesse daran haben, ihn aus der Situation zu retten. Drei Telefonate, ein paar Bier und fünf Stunden später saßen die vier gemeinsam im Whirlpool auf Mallorca – Privatjet des Snobs sei Dank.„Okay, also nur damit ich das richtig verstehe: Vier Typen haben Brammen gekidnappt und wollen, dass du dich auslieferst?“, fragte Jay, während er sich eine Dattel im Speckmantel in den Mund schob.„Korrekt.“„Klingt uncool“, erwiderte Chris, „Schon einen Plan?“„Die Übergabe soll in einem verlassenen Lagergebäude stattfinden. Wir könnten die Polizei einschalten, aber ich habe da viele Feinde und so richtig an meine Unschuld, die natürlich überhaupt nicht zur Debatte steht, glaubt da auch niemand. Besser, wir nehmen die Sache selbst in die Hand – wie in den guten alten Rainbow Six: Siege-Zeiten.“„Bloß dass uns jemand mit Skill fehlt, wie Dhalucard“, gab Sep zu bedenken.Da mussten ihm alle zustimmen. Sie waren nicht gerade dafür bekannt, irgendwas gut zu können.„Nun, leider steht uns Dhalucard gerade nicht zur Verfügung. Am Telefon faselte er irgendwas von „CSGO“, „Major“ und „im Finale nur einhändig“. Keine Ahnung, was der schon wieder vorhat“, verriet Peter.Natürlich hatte er in Betracht gezogen, Dhalu zu dieser Mission hinzuzuziehen. Er wäre ohne Probleme alleine mit den Entführern klargekommen. Wahrscheinlich auch mit verbundenen Augen und auf einem Bein.Es herrschte kurz Stille, nur das Platzen der Blubberblasen des Whirlpools war zu hören.„Also?“ wollte Peter wissen.„Erledigen wir den Job“, sagte Chris.   Zwei Stunden später saßen sie im Jet. Der Snob hatte einen Plan des Geländes organisiert.„Ich werde mich gegenüber mit einem Scharfschützengewehr positionieren, von wo ich sie im Blick haben werde. Was wollt ihr machen?“„Ich habe einen Terroristen-Vernichtungsroboter entwickelt, der die Situation für uns klären sollte“, schlug Sep vor.„Ich würde sie einfach ausräuchern“, gab Chris gelangweilt von sich und schaute auf sein Handy. „Wie sagte schon irgendein Dichter oder Denker: Das Wort ist schärfer als das Schwert. Ich werde tun, was ich besonders gut kann: Mit Diplomatie Brammen befreien“, Jay war von dieser Idee wirklich überzeugt.   Für welche Lösung entscheidest du dich? 4.1. Sep4.2. Jay4.3 Chris  

5 Jahre nach dem Krankenhausdachmord - Kapitel 2.2

Kapitel 2.2 Peter wägte die Situation ab: Draußen stand ein wütender Mob, bewaffnet und scheinbar zu allem bereit. Mit seinem Rollator konnte er vielleicht den einen oder anderen rüstigen Rentner abhängen, die Leute da draußen sahen aber durchaus fit aus.„Verständigen Sie die Polizei, Alfred. Ich werde für ein paar Tage auf meine Villa nach Mallorca verschwinden, bis die Situation sich hier beruhigt hat.“„Wie sie wünschen, Mr. Smits.“Peter ging ins Herrenzimmer, wo neben dem Kamin eine große Standuhr aufgebaut war. Er entfernte die Glasabdeckung der Uhrzeiger und stellte den Stundenzeiger auf die 1 und den Minutenzeiger auf die 7. Dann klopfte er einmal auf einen Ziegel am Kamin und links von der Uhr öffnete sich eine Geheimtür.Der Fluchttunnel würde ihn zu einer Garage, einen Kilometer südlich des Anwesens führen, wo bereits ein vollgetankter AMG auf ihn wartete. Der Gang war natürlich rollatorgerecht, so dass er keinen Schritt machen müssen würde.   Zwei Tage später   Der Snob lag gerade auf seiner Liege auf dem mallorquinischem Anwesen und zappte durch das Nachmittagsprogramm, als er bei einem Nachrichtensender hängen blieb. Unten lief eine Laufschrift mit „+++EILMELDUNG+++“ durch das Bild.„... unserer Redaktion wurde vor einer Stunde folgendes Bekennerschreiben zugeschickt. Noch können wir die Echtheit nicht bestätigen“, sagte die Nachrichtensprecherin.Nun war das Interesse des Snobs endgültig geweckt und er hatte ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache.„Wir, die PeterHeißtMord-Fraktion, fordern, dass sich das gewissenlose Schwein sofort selbst ausliefert.“Der Snob musste schmunzeln, natürlich würde er das nicht machen. Was würden so ein paar Typen, die wahrscheinlich ihr ganzes Leben in der zweiten Reihe irgendwelcher erfolgreichen YouTube-Stars gefristet haben, schon ausrichten können? Ein paar YouTube-Klicks klauen?! Bei dem Gedanken brach er in lautes Gelächter aus.Aber die Nachrichtensprecherin lies weiter vor: „... ansonsten werden wir den Mitverschwörer Dennis Brammen am kommenden Tagesaufbruch hängen.“Vor Schreck spuckte Peter sein Helles quer über die Fliesen seines Anwesens.„Das haben die Bastarde nicht gemacht! Jeden, vor allem Jay, aber nicht Brammen.“   Was macht der Snob? Er stellt ein Team aus Experten zusammen, um Brammen zu befreien (3.1)Er stellt sich (3.2)